Bezirk
de

Evangelisch-methodistische Kirche

Wer wir sind

Datei:Logo EmK CMYK.svg – Wikipedia

Die Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz (EMK) ist eine evangelische Freikirche. Grundlage ihres Glaubens und der gelebten Frömmigkeit ist die Bibel. Um die Aussagen der Bibel für unsere Zeit angemessen zu verstehen, hilft die Auslegungs- und Glaubenstradition der Kirche, der gesunde Menschenverstand und die Glaubenserfahrung.

Die EMK in der Schweiz umfasst heute 112 Gemeinden mit rund 12’500 Mitgliedern und Freunden. Sie ist Teil der United Methodist Church, einer wachsenden Kirche mit weltweit rund 12 Millionen Mitgliedern. Geleitet wird die EMK Schweiz von Bischof Patrick Streiff und einem aus Pfarrpersonen und Laien zusammengesetzten Vorstand. Oberstes Organ ist die Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika.

Die EMK engagiert sich in der Evangelischen Allianz und in der Oekumene. Sie versteht sich als Brückenbauerin zwischen verschiedenen christlichen Kirchen und Traditionen.

 

Woher wir kommen

Die Anfänge der EMK gehen auf die beiden anglikanischen Pfarrer John und Charles Wesley zurück, die im 18. Jahrhundert in England lebten. Der Begriff „methodistisch“ war ursprünglich ein Spottname für die hoch strukturierte Lebensweise eines Studentenkreises an der Universität Oxford, dem damals auch die Brüder Wesley angehörten. Tägliche Bibellektüre, Gebet, Fasten und Wohltätigkeit prägten ihren Lebensalltag.

Die EMK gehört seit rund 150 Jahren zur Schweizer Kirchenlandschaft. Ihre weltweite Mission ist es, „Menschen in die Nachfolge Jesu Christi führen, um so die Welt zu verändern“. Die EMK bildet eine Gemeinschaft von suchenden und glaubenden Menschen und gestaltet ihren Glauben lebensnah und zeitgerecht. Auf der Grundlage ihrer „Sozialen Grundsätze“ nimmt sie Stellung zu gesellschaftlichen Fragen.

Während die Methodisten in der Westschweiz, in Zürich und anderen Orten der Ostschweiz bereits festen Fuss gefasst hatten, wurde erst 1860 in Basel durch Dr. Nippert der Versuch gemacht, den Methodismus zu leben. Eine Gemeindegründung in Liestal erfolgte schon um 1862.

 

Wofür wir stehen

Mit Christus unterwegs – Von Gott bewegt – Den Menschen zugewandt

Glaube und tätige Liebe gehören zusammen: Dieser Grundsatz prägt die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) weltweit von ihren Anfängen im 18. Jahrhundert bis heute. Methodistinnen und Methodisten geben sich nicht mit einem Nischendasein zufrieden, sondern sehen sich und ihre Kirche mitten im Leben.

Grundlage für das Leben und den Dienst der EMK ist die Bibel. Die Kirche pflegt ein differenziertes Bibelverständnis, das auch die Tradition, die Vernunft im Sinne des gesunden Menschenverstandes und die persönliche Alltags- und Geist- Erfahrung einbezieht. Damit verbunden ist ein grosser Freiraum für das persönliche Bekenntnis im Alltag. Nach der Grundüberzeugung von John Wesley will die EMK Vielfalt ausdrücklich ermöglichen und aushalten: „Im Wesentlichen Einheit, in allem Anderen Freiheit, über allem die Liebe.“ Deshalb sind Gemeinden der EMK offen für alle Menschen, die Gottes Gnade erleben wollen.

Aus der Arbeit der EMK in der Schweiz entstanden die heute selbständigen Diakoniewerke Bethesda, Basel und Bethanien, Zürich und verschiedene Alters- und Pflegeheime in der ganzen Schweiz. Aus dem Engagement für Menschen ohne Obdach entstand die Arbeit des Vereins Imbiss 54 in Zürich.

Migrationsbewegungen der letzten Jahrzehnte führten zur Entstehung von Gemeinden für Menschen mit Migrationshintergrund, die Teil der EMK sind, oder in einer EMK ihre Gottesdienste feiern. Zusammen mit anderen Kirchen und Vereinen engagieren sich Kirchgemeinden und Menschen vor Ort für ein erstes Einleben von Menschen mit Fluchtgeschichten und für ein nachhaltig gutes Zusammenleben.

Durch Connexio, das Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK in der Schweiz engagiert sich die EMK in der Förderung der Entwicklung von Menschen und Gemeinschaften in aller Welt. Die EMK pflegt unter Anderem Beziehungen zu Gemeinden in der Demokratischen Republik Kongo und in Kambodscha. Sehr enge Beziehungen gibt es in verschiedene Länder in Mittel- und Südeuropa wie Albanien, Bulgarien und Rumänien, sowie nach Nordafrika. Ziel ist immer, mit Menschen einen Weg zu gehen, der sie zum Glauben an Jesus Christus und aus der Armut heraus in ein selbstverantwortliches Leben führt. Meistens ist zuerst und oft über lange Zeit Linderung der Not gefragt.

Hinter dieser Arbeit von Gemeinden, einzelnen Menschen und kirchlichen Werken steht die Überzeugung, dass Gottes Gnade allen gilt und dass sie verändernd wirkt: in Menschen und in ganzen Nachbarschaften und Gesellschaften.

Scroll Up